Dienstag, 22. Januar 2013

Ich ziehe um! Oder auch: Neues Jahr, Neues Irgendwas

okay. ich ziehe um. sehr wahrscheinlich.
Wahrscheinlich nicht nur von 35 auf 72 echte Quadratmeter, sondern auch Blogmäßig. Aber das wird noch ein Bisschen dauern...Gut Ding will ja bekanntlich Weile haben!

Das Neue Jahr wollte trotz allertollster Horoskop-Vorraussagen schon gar nicht gut beginnen. 
Ein Krebs hat beschlossen meinen Opa sterben zu lassen und gleich am Neujahrsmorgen sollten wir alle ins Krankenhaus fahren, um uns zu verabschieden. Ganz Silvester hab ich nur geheult, mein Opa ist schließlich der coolste ältere Herr der Welt!

Doch Opa hat zum Glück noch nicht beschlossen zu sterben, er ist sehr schwach aber er kämpft. Dafür liebe ich ihn.
Mein Vater liegt ebenfalls im Krankenhaus, wurde gestern operiert und kämpft mit.
Beste Voraussetzungen also, um ein neues Jahr mit fröhlichen Plänen und sinnlosen Plänkeleien wie unsinnigen Bildern von hübschen Kleidern oder leckerem Essen zu beginnen.

Manchmal sind Lebenssituationen eben genauso hart wie der kalte Winter draußen vor der Tür. Die eisige Luft, die einem entgegenschlägt ein Sinnbild für so manche Emotionen. Und manche Dinge zu verarbeiten ist genauso schwer, wie den Schnee einfach durch böse Blicke schmelzen zu lassen.
Aber das Leben geht ja bekanntlich weiter.
Und so wird gearbeitet. Viel, viel und noch mal viel. 
Und weiß, dass ich damit nicht allein bin.

Eigentlich hatte ich eine Fortsetzung der FashionWeeky Berichterstattung aus dem Sommer geplant. Denn dieses mal war ich noch mehr unterwegs als in den Vorjahren. 
Von den Messen und Showrooms drumrum mal ganz abgesehen hab ich das im Zelt angeguckt: Lena Hoschek, Rebecca Rütz, Rumanian Designers, Holy Ghost, Frieda Weyer, C'est Tout, Guido Maria Kretschmer, (Irina Schrotter fiel aus weil ich Betrunken im Bett lag), Miranda Konstantinidou. Ostertag, Moor und einige andere Nettigkeiten habe ich meiner lieben Redaktions-Mitpraktikantin überlassen, weil die zum ersten mal bei der Fashion Week war und ich ihr einen Gefallen tun wollte. Gerenne war das trotzdem genug.
Von der Redaktion zum Zelt zur Messe zum Zelt zur Redaktion.  
Immer in Eile, mit viel zu wenig Schlaf und viel zu wenig Gutaussehen. Furzegal.
Und natürlich nix zu essen, über Sekt freut sich zumindest mein Magen eh immer.

Grandios war natürlich meine absolute Lieblingsdesignerin Lena Hoschek! Ich war nicht nur bei der Show, sondern auch bei der Aftershowparty, hochkarätige Gäste wie die Rammsteinjungs und das ganze Lena Hoschek Team inklusive. Umsonst leckere Vodkacocktails und so wunderschöne Menschen die ganze Nacht, Herrlich!

Oder auch die Show von Mr.-Shopping-Queen Guido Maria Kretschmer, wo ich promt in die Frontrow gesetzt wurde und sich menschliche Dramen abspielten, als ein älterer Herr die Treppe runter fiel und sich verletzte, aber alle Frauen nur schockiert aufschrieen, weil er mit seinem Wasserglas ihre Handtaschen befeuchtet hat.

Man mag über die Berliner Fashion Week meinen was man will, aber mit ein bisschen Spaß und alles mit einem zwinkernden Auge betrachtend ist es doch immer wieder lustig. Und ein toller Treffpunkt für andere, überarbeitete und leicht alkoholisierte Liebenswürdigen Gestalten. 

So, für den Augenblick ziehe ich mich erstmal um und gehe zum Sport. Hab gehört in der Sauna solls wärmer sein als draußen.
Sinnlose FashionWeek Bilder folgen. 
Seid gegrüßt!