Dienstag, 29. Mai 2012

Lacey Baby Collar ¾ Top

Omis Gute Bluse.

















Die Tatsache, dass mein Freund mit einem Paar kaputter Schuhe und einer kaputten Hose („Wenn das die Mutti wüsste...“) durch die Welt lief, trieb uns vor ein paar Tagen mit gewisser Dringlichkeit in einen Konsumtempel am Potsdamer Platz.

„Haha, Pseudo- Blogger- Mädchen – Style“, entfuhr es mir auf Anhieb als ich die weiße Spitzenbluse mit Blumenmuster in einem Vero Moda/ Jack and Jones Laden sah. So gar nicht mein Fall. Der Laden nicht, und weiße Spitzenblusen erst recht nicht.
Lacey Baby Collar ¾ Top, heißt das gute Stück und aus der anfänglichen Abscheu entwickelte sich jedoch schnell eine Art Faszination für dieses Polyamid - Viskose Teil, dessen Schnitt etwas körperfern ist und der ohne großartige Details auskommt. Die Bluse hat weder Knopfleiste, noch aufgesetzte Taschen, keine Abnäher und auch keine Passe. Ziemlich minimalistisch also. Es braucht aber auch nicht viel mehr, denn das Vorderteil und die Ärmel bestehen aus Blumenmuster in weißer Spitze, das Rückenteil aus feiner weißer Maschenware.
Höchstwahrscheinlich lag es am Bubikragen, dass Laycey Baby Collar zumindest erstmal mit in die Umkleide durfte. Die um 1920 erstmals in der Damenmode aufgekommenen Bubikragen empfinde ich als die schönste aller Kragenformen. Er steht in meinen Augen für femininen Lady-Chic – lässig, cool und trotzdem elegant. Die Ärmel sind drei-viertel-lang und sehen umgekrempelt schöner aus, da die Arme gezeigt werden können, statt im Spitzenblümchenmuster zu verschwinden. Man soll ja bekanntlich zeigen was man hat. Ich habe nun ein weißes Spitzenoberteil, das ein wenig an Omis gute Festtagsbluse erinnert und der absolut herausstechende Exot auf meiner Kleiderstange, zwischen den hauptsächlich schwarzen Kleidungsstücken ist. 



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