Angezogen.
Ausgezogen.
Umgezogen.
Find me now HERE!!!
Dankeschön. <3
Montag, 22. April 2013
Mittwoch, 20. Februar 2013
Nachts&Betrunken I
oder: "So tell me now, if this
ain’t love, then how do we get out?" (Für Immer Rise Against, egal ob Neu oder Alt)
„Ich vermisse dich“,
sagte sie. Eine Lüge. In Wahrheit jemand anderen vermissend. Weit weg,
entfernt, unnahbar. So im halbdunkel der Nacht machte sich Unsicherheit breit.
Ein quälendes Gefühl, vom Herz bis zum Magen. Keine allzu weite Strecke,
eigentlich Unsinn, aber genug, um sich Kopf und Herz darüber zu zerbrechen.
Nachts betrunken. Die Tasten verfehlt, das eigentliche Ziel verfehlt, insofern
es überhaupt eines gab. Wenn sie so ihn ansah gab es eins. „Hmmm....“, ein
langer Seufzer. Sinnloses Gerede über dies und das. Sich so nah und doch zu
fern. Glückwünsche und Komplimente. Braucht doch kein Mensch, nein, sie schon
gar nicht. Und wenige Stunden später das Torkeln auf dem Nachhauseweg. Allein.
Und ohne den gewünschten Geschmack. Nichts außer einer kurzen Berührung, nein
nichts.
Nur Zeilen. Zeilen dieser
Lieder, voll von Gefühlen über Leben und Vergangenheit. Ein Moment, ein
Bruchteil der Zeit, als sie gemeinsam im Staub standen. Als sie, in diese
anonyme Masse von Menschen flüchtete, einfach um die Realität zu vergessen und
sich in den Zeilen dieser Lieder wiederzufinden. Damals, als noch Sommer war.
Als er sich zum Sonnenaufgang in ihr Bett legte, den Geruch von Bier und
Zigaretten tragend, um dann wegzugehen. Weg, Weg, Weg, immer sind sie alle weg.
Damals wie Heute.
Wieder und immer wieder.
Und wer auch immer. So gefühlsmäßig durch den Wind und vollkommen mitgenommen,
allein entlang der Straßen, jederzeit bereit laut zu schreien, das Gefühlschaos
nach außen in die Weiten der Welt zu tragen, eine Welt, die lediglich eine zu
später Stunde noch viel befahrene Hauptverkehrsstraße bezeichnete, blieb zu
später Stunde nichts weiter als ihm in den Arm zu fallen, „Ich habe dich so
vermisst...“, waren ihre Worte...
Donnerstag, 14. Februar 2013
To Live in the Hearts of those we Love is not to Die
Die Tage waren aufregend und vollgepackt mit Erlebnissen. Nach einer Wahnsinns Arbeitswoche in der Redaktion war ich als Berlinerin zum ersten Mal beim Kölner Karneval. Heute früh wollte ich nach den wohltuenden freien Tagen wieder in die Redaktion, da klingelte es plötzlich an der Tür. Die völlig verheulte Stimme meiner Mama bat ob sie kurz reinkommen dürfte, da war mir schon alles klar. Oben angekommen brachte sie unter Tränen hervor, was mir in den wenigen Augenblicken schon bewusst wurde, "Opi ist gestorben" schluchzte sie und wir fielen uns zitternd und weinend in die Arme.
Der Tag war trüb, einige Stunden und viele Tränen später bin ich in zwecks Ablenkung in die Redaktion gefahren. Unreal. Es ist so unreal.
Gestern habe ich mich noch darüber gefreut, dass er in zwei Wochen Geburtstag hat, es schafft sein 83. Lebensjahr noch zu erreichen. Jetzt soll er wenige Tage vorher unter die Erde gelegt werden. Unreal.
Als das jüngste von fünf Enkelkindern bin ich die Einzige auf dessen Hochzeit er nicht sein wird, wenn ich denn mal heirate. Er wird nie mein Kind kennenlernen, wenn ich mal eins bekomme. Er wird nicht mehr mit uns in seine Heimatstadt Posen fahren. Es gibt so viele Erinnerungen und so viel was nicht mehr geht. Das letzte Bild ist das, eines auf fünfzig Kilo abgemagerten Mannes im Krankenbett, der in seinem Leben viel geschafft hat, im Krieg geflohen ist, eine tolle Familie gegründet hat, fast einen wichtigen Landwirtschaftspreis bekommen hätte, sich 3 Trabbis erarbeitete und sich immer an einem Bierchen und ner Kippe erfreuen konnte. Jemand der mir einen echten Maulwurf gezeigt hat, mir alles über Tiere und Pflanzen erklärte, einer der mir die unssinnigsten Gedichte lehrte, von denen ich bis heute noch alle kann, jemand der mit mir Bretterbuden gebaut und Omas leckere Nudeln versteckt hat, damit wir sie später allein aufessen können. Einer, der gerne im Keller den Ofen befeuert hat, um das Haus zu heizen, nebenher immer ein Zigarettchen und eine Geschichte aus dem Leben. Mein Verstand will da nicht mitmachen. Ich möchte zu ihm gehen und ihn in den Arm nehmen. Aber es ist dunkel und kalt. Und während ich morgen früh zumindest das Grau am Himmel wiedersehen kann, bleibt es für ihn dunkel und kalt. Für immer.
Unreal.
Der Tag war trüb, einige Stunden und viele Tränen später bin ich in zwecks Ablenkung in die Redaktion gefahren. Unreal. Es ist so unreal.
Gestern habe ich mich noch darüber gefreut, dass er in zwei Wochen Geburtstag hat, es schafft sein 83. Lebensjahr noch zu erreichen. Jetzt soll er wenige Tage vorher unter die Erde gelegt werden. Unreal.
Als das jüngste von fünf Enkelkindern bin ich die Einzige auf dessen Hochzeit er nicht sein wird, wenn ich denn mal heirate. Er wird nie mein Kind kennenlernen, wenn ich mal eins bekomme. Er wird nicht mehr mit uns in seine Heimatstadt Posen fahren. Es gibt so viele Erinnerungen und so viel was nicht mehr geht. Das letzte Bild ist das, eines auf fünfzig Kilo abgemagerten Mannes im Krankenbett, der in seinem Leben viel geschafft hat, im Krieg geflohen ist, eine tolle Familie gegründet hat, fast einen wichtigen Landwirtschaftspreis bekommen hätte, sich 3 Trabbis erarbeitete und sich immer an einem Bierchen und ner Kippe erfreuen konnte. Jemand der mir einen echten Maulwurf gezeigt hat, mir alles über Tiere und Pflanzen erklärte, einer der mir die unssinnigsten Gedichte lehrte, von denen ich bis heute noch alle kann, jemand der mit mir Bretterbuden gebaut und Omas leckere Nudeln versteckt hat, damit wir sie später allein aufessen können. Einer, der gerne im Keller den Ofen befeuert hat, um das Haus zu heizen, nebenher immer ein Zigarettchen und eine Geschichte aus dem Leben. Mein Verstand will da nicht mitmachen. Ich möchte zu ihm gehen und ihn in den Arm nehmen. Aber es ist dunkel und kalt. Und während ich morgen früh zumindest das Grau am Himmel wiedersehen kann, bleibt es für ihn dunkel und kalt. Für immer.
Unreal.
"Da liegt er nun in diesem
kleinem Bett in diesem kleinen Krankenhauszimmer.
Die dürren Beinchen unter
der Bettdecke angewinkelt. Ein Schlauch vom Tropf im Arm. Dünn, überseht mit Flecken. Und guckt mich an, mit
seinen Augen. Mit Erstaunen stelle ich nach 24 Jahren zum ersten Mal fest, dass
wir alle seine Augen haben. Ich habe seine Augen. Die Mutti und die Tante
auch. So irgendwie. Nur dass seine Augen
heller sind als meine, irgendwie Bernsteinfarbiger. Aus ihren
blitzt ein Lebenswille, den der Körper nicht mehr hat..." - Neujahr im Krankenhaus
(Ich war immer verärgert, dass ich nicht die eisblauen Augen meines Vaters oder wenigstens die katzengrüne Farbe der Augen meiner Halbschwester geerbt habe.
Ich werde nie wieder darüber jammern, denn ich habe die Augen meines Großvaters.)
Dienstag, 22. Januar 2013
Ich ziehe um! Oder auch: Neues Jahr, Neues Irgendwas
okay. ich ziehe um. sehr wahrscheinlich.
Wahrscheinlich nicht nur von 35 auf 72 echte Quadratmeter, sondern auch Blogmäßig. Aber das wird noch ein Bisschen dauern...Gut Ding will ja bekanntlich Weile haben!
Das Neue Jahr wollte trotz allertollster Horoskop-Vorraussagen schon gar nicht gut beginnen.
Ein Krebs hat beschlossen meinen Opa sterben zu lassen und gleich am Neujahrsmorgen sollten wir alle ins Krankenhaus fahren, um uns zu verabschieden. Ganz Silvester hab ich nur geheult, mein Opa ist schließlich der coolste ältere Herr der Welt!
Doch Opa hat zum Glück noch nicht beschlossen zu sterben, er ist sehr schwach aber er kämpft. Dafür liebe ich ihn.
Mein Vater liegt ebenfalls im Krankenhaus, wurde gestern operiert und kämpft mit.
Beste Voraussetzungen also, um ein neues Jahr mit fröhlichen Plänen und sinnlosen Plänkeleien wie unsinnigen Bildern von hübschen Kleidern oder leckerem Essen zu beginnen.
Manchmal sind Lebenssituationen eben genauso hart wie der kalte Winter draußen vor der Tür. Die eisige Luft, die einem entgegenschlägt ein Sinnbild für so manche Emotionen. Und manche Dinge zu verarbeiten ist genauso schwer, wie den Schnee einfach durch böse Blicke schmelzen zu lassen.
Aber das Leben geht ja bekanntlich weiter.
Und so wird gearbeitet. Viel, viel und noch mal viel.
Und weiß, dass ich damit nicht allein bin.
Eigentlich hatte ich eine Fortsetzung der FashionWeeky Berichterstattung aus dem Sommer geplant. Denn dieses mal war ich noch mehr unterwegs als in den Vorjahren.
Von den Messen und Showrooms drumrum mal ganz abgesehen hab ich das im Zelt angeguckt: Lena Hoschek, Rebecca Rütz, Rumanian Designers, Holy Ghost, Frieda Weyer, C'est Tout, Guido Maria Kretschmer, (Irina Schrotter fiel aus weil ich Betrunken im Bett lag), Miranda Konstantinidou. Ostertag, Moor und einige andere Nettigkeiten habe ich meiner lieben Redaktions-Mitpraktikantin überlassen, weil die zum ersten mal bei der Fashion Week war und ich ihr einen Gefallen tun wollte. Gerenne war das trotzdem genug.
Von der Redaktion zum Zelt zur Messe zum Zelt zur Redaktion.
Immer in Eile, mit viel zu wenig Schlaf und viel zu wenig Gutaussehen. Furzegal.
Und natürlich nix zu essen, über Sekt freut sich zumindest mein Magen eh immer.
Grandios war natürlich meine absolute Lieblingsdesignerin Lena Hoschek! Ich war nicht nur bei der Show, sondern auch bei der Aftershowparty, hochkarätige Gäste wie die Rammsteinjungs und das ganze Lena Hoschek Team inklusive. Umsonst leckere Vodkacocktails und so wunderschöne Menschen die ganze Nacht, Herrlich!
Oder auch die Show von Mr.-Shopping-Queen Guido Maria Kretschmer, wo ich promt in die Frontrow gesetzt wurde und sich menschliche Dramen abspielten, als ein älterer Herr die Treppe runter fiel und sich verletzte, aber alle Frauen nur schockiert aufschrieen, weil er mit seinem Wasserglas ihre Handtaschen befeuchtet hat.
Man mag über die Berliner Fashion Week meinen was man will, aber mit ein bisschen Spaß und alles mit einem zwinkernden Auge betrachtend ist es doch immer wieder lustig. Und ein toller Treffpunkt für andere, überarbeitete und leicht alkoholisierte Liebenswürdigen Gestalten.
So, für den Augenblick ziehe ich mich erstmal um und gehe zum Sport. Hab gehört in der Sauna solls wärmer sein als draußen.
Sinnlose FashionWeek Bilder folgen.
Seid gegrüßt!
Wahrscheinlich nicht nur von 35 auf 72 echte Quadratmeter, sondern auch Blogmäßig. Aber das wird noch ein Bisschen dauern...Gut Ding will ja bekanntlich Weile haben!
Das Neue Jahr wollte trotz allertollster Horoskop-Vorraussagen schon gar nicht gut beginnen.
Ein Krebs hat beschlossen meinen Opa sterben zu lassen und gleich am Neujahrsmorgen sollten wir alle ins Krankenhaus fahren, um uns zu verabschieden. Ganz Silvester hab ich nur geheult, mein Opa ist schließlich der coolste ältere Herr der Welt!
Doch Opa hat zum Glück noch nicht beschlossen zu sterben, er ist sehr schwach aber er kämpft. Dafür liebe ich ihn.
Mein Vater liegt ebenfalls im Krankenhaus, wurde gestern operiert und kämpft mit.
Beste Voraussetzungen also, um ein neues Jahr mit fröhlichen Plänen und sinnlosen Plänkeleien wie unsinnigen Bildern von hübschen Kleidern oder leckerem Essen zu beginnen.
Manchmal sind Lebenssituationen eben genauso hart wie der kalte Winter draußen vor der Tür. Die eisige Luft, die einem entgegenschlägt ein Sinnbild für so manche Emotionen. Und manche Dinge zu verarbeiten ist genauso schwer, wie den Schnee einfach durch böse Blicke schmelzen zu lassen.
Aber das Leben geht ja bekanntlich weiter.
Und so wird gearbeitet. Viel, viel und noch mal viel.
Und weiß, dass ich damit nicht allein bin.
Eigentlich hatte ich eine Fortsetzung der FashionWeeky Berichterstattung aus dem Sommer geplant. Denn dieses mal war ich noch mehr unterwegs als in den Vorjahren.
Von den Messen und Showrooms drumrum mal ganz abgesehen hab ich das im Zelt angeguckt: Lena Hoschek, Rebecca Rütz, Rumanian Designers, Holy Ghost, Frieda Weyer, C'est Tout, Guido Maria Kretschmer, (Irina Schrotter fiel aus weil ich Betrunken im Bett lag), Miranda Konstantinidou. Ostertag, Moor und einige andere Nettigkeiten habe ich meiner lieben Redaktions-Mitpraktikantin überlassen, weil die zum ersten mal bei der Fashion Week war und ich ihr einen Gefallen tun wollte. Gerenne war das trotzdem genug.
Von der Redaktion zum Zelt zur Messe zum Zelt zur Redaktion.
Immer in Eile, mit viel zu wenig Schlaf und viel zu wenig Gutaussehen. Furzegal.
Und natürlich nix zu essen, über Sekt freut sich zumindest mein Magen eh immer.
Grandios war natürlich meine absolute Lieblingsdesignerin Lena Hoschek! Ich war nicht nur bei der Show, sondern auch bei der Aftershowparty, hochkarätige Gäste wie die Rammsteinjungs und das ganze Lena Hoschek Team inklusive. Umsonst leckere Vodkacocktails und so wunderschöne Menschen die ganze Nacht, Herrlich!
Oder auch die Show von Mr.-Shopping-Queen Guido Maria Kretschmer, wo ich promt in die Frontrow gesetzt wurde und sich menschliche Dramen abspielten, als ein älterer Herr die Treppe runter fiel und sich verletzte, aber alle Frauen nur schockiert aufschrieen, weil er mit seinem Wasserglas ihre Handtaschen befeuchtet hat.
Man mag über die Berliner Fashion Week meinen was man will, aber mit ein bisschen Spaß und alles mit einem zwinkernden Auge betrachtend ist es doch immer wieder lustig. Und ein toller Treffpunkt für andere, überarbeitete und leicht alkoholisierte Liebenswürdigen Gestalten.
So, für den Augenblick ziehe ich mich erstmal um und gehe zum Sport. Hab gehört in der Sauna solls wärmer sein als draußen.
Sinnlose FashionWeek Bilder folgen.
Seid gegrüßt!
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