oder: "So tell me now, if this
ain’t love, then how do we get out?" (Für Immer Rise Against, egal ob Neu oder Alt)
„Ich vermisse dich“,
sagte sie. Eine Lüge. In Wahrheit jemand anderen vermissend. Weit weg,
entfernt, unnahbar. So im halbdunkel der Nacht machte sich Unsicherheit breit.
Ein quälendes Gefühl, vom Herz bis zum Magen. Keine allzu weite Strecke,
eigentlich Unsinn, aber genug, um sich Kopf und Herz darüber zu zerbrechen.
Nachts betrunken. Die Tasten verfehlt, das eigentliche Ziel verfehlt, insofern
es überhaupt eines gab. Wenn sie so ihn ansah gab es eins. „Hmmm....“, ein
langer Seufzer. Sinnloses Gerede über dies und das. Sich so nah und doch zu
fern. Glückwünsche und Komplimente. Braucht doch kein Mensch, nein, sie schon
gar nicht. Und wenige Stunden später das Torkeln auf dem Nachhauseweg. Allein.
Und ohne den gewünschten Geschmack. Nichts außer einer kurzen Berührung, nein
nichts.
Nur Zeilen. Zeilen dieser
Lieder, voll von Gefühlen über Leben und Vergangenheit. Ein Moment, ein
Bruchteil der Zeit, als sie gemeinsam im Staub standen. Als sie, in diese
anonyme Masse von Menschen flüchtete, einfach um die Realität zu vergessen und
sich in den Zeilen dieser Lieder wiederzufinden. Damals, als noch Sommer war.
Als er sich zum Sonnenaufgang in ihr Bett legte, den Geruch von Bier und
Zigaretten tragend, um dann wegzugehen. Weg, Weg, Weg, immer sind sie alle weg.
Damals wie Heute.
Wieder und immer wieder.
Und wer auch immer. So gefühlsmäßig durch den Wind und vollkommen mitgenommen,
allein entlang der Straßen, jederzeit bereit laut zu schreien, das Gefühlschaos
nach außen in die Weiten der Welt zu tragen, eine Welt, die lediglich eine zu
später Stunde noch viel befahrene Hauptverkehrsstraße bezeichnete, blieb zu
später Stunde nichts weiter als ihm in den Arm zu fallen, „Ich habe dich so
vermisst...“, waren ihre Worte...
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